Speise­röhren­epi­these: Schutz und Rehabilitation bei komplexen Fistelbildungen

Defekte im Bereich der Speiseröhre und der Luftröhre zählen zu den anspruchsvollsten Herausforderungen der modernen Epithetik. Besonders die tracheo-ösophageale Fistel – eine krankhafte Verbindung zwischen Speise- und Luftröhre – beeinträchtigt die Lebensqualität massiv. Sie führt dazu, dass Nahrung oder Flüssigkeit in die Atemwege gelangen kann (Aspiration), was schwere Lungenentzündungen und ständigen Hustenreiz auslöst. Solche Fisteln können bei Patienten auftreten, die lange mit Tracheal-Kanülen versorgt wurden, oder bei Patienten mit Stimmprothesen (nach einer Kehlkopfentfernung).

Im Zentrum für Epithetik Ingo Greiner fertigen wir in vierter Generation hochspezialisierte Epithesen an. Fistel-Obturatoren entstehen bei uns in enger Kooperation mit spezialisierten Ärzten, die in der Behandlung von Luftröhren-Speiseröhren-Fisteln erfahren sind. Jede Speiseröhrenepithese wird individuell angepasst, damit die Lebensqualität der Patienten deutlich verbessert wird. Unser Ziel ist es, durch handwerkliche Präzision ein sicheres Schlucken, eine klare Sprache und ein natürliches Ästhetik-Gefühl zurückzugeben.


Die Behandlung tracheo-ösophagealer Fisteln: Der Fistelverschluss

Wenn eine chirurgische Schließung der Fistel nicht möglich ist, bietet eine individuell gefertigte Epithese mit integriertem Obturator die effektivste Lösung.

Wie funktioniert der epithetische Fistelverschluss?

  • Dichtigkeit durch Präzision: Durch eine exakte Abformung des Defekts wird ein Silikon-Verschlussstück (Obturator) modelliert, das die Fistelöffnung mechanisch abdichtet.
  • Trennung der Systeme: Die Epithese sorgt dafür, dass der Gaumen oder die Speiseröhre nach oben bzw. zur Luftröhre hin verschlossen wird. Dadurch wird das Trinken und Schlucken wieder möglich, ohne dass Flüssigkeit in den Defektraum oder die Lunge gelangt.
  • Stabilität und Halt: Je nach anatomischer Situation kann die Epithese durch Implantat-Magnete oder eine Kopplung mit einer Tracheaepithese fixiert werden, um ein Verrutschen während des Schluckvorgangs zu verhindern.

Ihr Spezialist für Revisionen und schwierige Versorgungen

Viele Patienten mit tracheo-ösophagealen Fisteln leiden unter undichten Standardversorgungen. Ingo Greiner ist Experte für die Revision solcher Fälle. Wir analysieren, warum die aktuelle Versorgung versagt – sei es durch mangelnde Randdichte oder falsche Materialhärte – und fertigen eine Neukonstruktion an, die auch bei mimischen Bewegungen und Schluckreflexen absolut dicht hält.


Lassen Sie sich beraten

Nutzen Sie unsere Epithesen-Sprechstunden in ganz Deutschland. Gerne kommen wir auch zu Ihnen. Terminvereinbarung unter 0431 6666 8640 oder info@ingo-greiner.de.


Häufig gestellte Fragen zur Fistelversorgung

Kann ich mit einem Fistel-Obturator wieder normal essen?

Das Ziel der Versorgung ist die Wiederherstellung der Trennung von Speise- und Atemwegen. Bei passgenauem Sitz ist ein normales Schlucken ohne Aspiration (Verschlucken in die Lunge) in den meisten Fällen wieder möglich.

Wie sicher hält die Epithese am Hals?

Dank moderner Magnetverankerungen an Titanimplantaten oder spezieller medizinischer Kleber sitzt die Epithese auch bei Kopfbewegungen sehr stabil.

Wie oft muss der Fistelverschluss erneuert werden?

Da das Silikon durch Körpersekrete und Bewegungen beansprucht wird, empfehlen wir eine regelmäßige Kontrolle und eine Neuanfertigung etwa alle zwei Jahre.

Was passiert, wenn die Fistel ihre Größe verändert?

Gewebsveränderungen oder Gewichtsabnahmen können den Sitz beeinflussen. Ingo Greiner führt regelmäßige Nachsorgen Ihrer Epithese durch (spätestens alle 9 Monate), um die Passform gegebenenfalls durch eine Revision zu korrigieren.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für einen Fistelverschluss?

Ja, als anerkanntes Hilfsmittel wird die Versorgung bei ärztlicher Verordnung übernommen. Wir unterstützen Sie aktiv bei der Abwicklung mit Ihrem Kostenträger, siehe auch Ablauf einer epithetischen Versorgung.